Zentralpunkt Datenkompression

Um die gewaltigen Datenmengen von UHD in den Griff zu bekommen, haben sich Spezialisten aus aller Welt unter der Schirmherrschaft des deutschen Fraunhofer Heinrich Hertz Instituts zusammengetan und gemeinsam ein wegweisendes Verfahren zur Datenkompression entwickelt. Es ist von geradezu mirakulöser Effizienz und wurde "H.265 High Efficiency Video Codec" genannt. HEVC kann auf gut 95 Prozent der Originaldaten verzichten und aus dem winzigen, verbleibenden Rest dennoch Bilder herstellen, die auch das geübte Ingenieursauge kaum vom Original zu unterscheiden vermag. Nur mit dieser staunenswerten Datenkompression ist daran zu denken, UHD auf ökonomisch vertretbare Weise zum Konsumenten zu bringen. Zum Beispiel auf Blu-ray Discs. Um dort einen Spielfilm mit Bonusmaterial unterzubringen, reichen trotz HEVC-Kompression die heute angebotenen 50 GB Speicherkapazität nicht aus. Aus diesem Grunde hat sich die Blu-ray Association nach sehr langem Zögern nun endlich entschlossen, eine Ultra-HD-Blu-ray auf den Markt zu bringen. Weil deren Spezifikationen noch immer nicht in allen Details bekannt sind, wird es solche Discs kaum vor Ende dieses Jahres zu kaufen geben. Sicher ist immerhin bereits, dass sie auf 3 Informationsschichten eine Speicherkapazität von 100 GB bieten und damit auf herkömmlichen Blu-ray Playern nicht abspielbar sein werden. Diese Discs werden mit Sicherheit die bestmögliche Bildqualität bieten, dennoch muss man ihre Marktchancen skeptisch beurteilen, denn generell bewegt sich der Trend immer mehr weg von physischen Datenträgern und hin zum Streaming.