Geräte

Fernsehgeräte für 4k Ultra High Definition werden von fast allen namhaften Herstellern angeboten. Sie sind in der Regel durch ein entsprechendes Logo gekennzeichnet. Dieses stellt allerdings nicht sicher, dass das Gerät  tatsächlich sämtliche Anforderungen des neuen Systems erfüllt.  

Hier eine Zusammenstellung der Ausstattungsdetails, die ein UHD-Fernsehgerät aufweisen sollte:

Damit kann das Gerät nicht nur klassische Fernsehsender empfangen, sondern auch Streaming-Dienste im Internet nutzen sowie Aufnahmen vom UHD-Camcorder und vom UHD Blu-ray Player wiedergeben. Ausserdem werden Fotos von beliebigen Digital-Cameras in nie vorher gesehener Klarheit und Detailgenauigkeit gezeigt.

Die US-amerikanische UHD Alliance hat im Januar 2016 ausserdem definiert, welche Parameter Bildschirme beherrschen müssen, die das neue Logo "Ultra HD Premium" tragen dürfen:

Bildschirmkonzepte

Ein UHD-Bild der Kategorie 4k setzt sich aus gut 8 Millionen einzelner Bildpunkte zusammen. Jeder dieser Pixel enthält Subpixel in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Es gibt verschiedene technische Konzepte, diese auf Bildschirme zu bringen.

LCD

Liquid Cristal Displays sind die älteste und die am weitesten verbreitete Technik. Hier werden für jeden Bildpunkt Flüssigkristalle eingesetzt, die sozusagen als verschliessbare Fenster wirken. Auf der Rückseite des Bildschirmes befindet sich eine Lichtquelle, eine angelegte Spannung öffnet und schliesst jedes einzelne Lichtfenster je nachdem wie es das Videoprogramm in diesem Moment und an dieser Stelle verlangt. Nachdem LCDs eine gewisse Masseträgkeit haben und die Lichtfenster auch nie vollkommen geschlossen werden können, hat dieses System seine Grenzen in der Darstellung schneller Bewegungen und extrem dunkler Passagen. Auch nimmt die Bildqualität ab, wenn man den Bildschirm von der Seite betrachtet. Doch „alt“ bedeutet hier keineswegs „überholt“. Im Gegenteil: Die LCD-Technik hat einen beeindruckenden Reifeprozess durchgemacht und sie präsentiert sich heute bei jeweils attraktiver Preis-/Leistungsrelation in verschiedenen Varianten:

Brillanz und Farbreinheit der LCD-Technik profitieren in letzter Zeit auch deutlich durch die Einführung von „Quantum Dots“. Mehr darüber hier.

Plasma

Plasma-Bildschirme boten während vieler Jahre den Gipfel der Bildqua lität. Einerseits, weil sie schnelle Bewegungen sauber darstellen konnten, andererseits, weil es hier keine kontrastvermindernde Hinterleuchtung gab. Stattdessen wurde für jeden Bildpunkt ein kleines Feld eingerichtet in dem ein Gas (Plasma) durch Anlagen einer Spannung zum Leuchten gebracht wurde. Das Konzept des selbstleuchtenden Bildes war aber teuer, die Geräte schwer und empfindlich, es konnte zu Problemen mit dem Einbrennen lange gezeigter Bilder kommen, auch der Stromverbrauch erwies sich als erhebli ch. Angesichts ständiger Verbesserungen und niedrigerer Preise der LCD-Technik konnten Plasma-Bildschirme nicht mehr konkurrenzfähig sein. Heute spielen sie im Markt keine Rolle mehr. 

OLED

"Organic Light Emitting Diodes" stellen das jüngste System dar und zugleich das mit den brillantesten Zukunftsaussichten. Dabei hat sich ein Verfahren durchgesetzt, das pro Bildpunkt mit 4 weissen Subpixeln arbeitet,von denen drei mit Filtern in den Grundfarben Rot, Grün und Blau augestattet sind. Das reduziert den Stromverbrauch bei Weiss, weil dafür nur ein Subpixel angesteuert wrden muss statt drei (r/g/b) Und weil Weiss hier nicht als Mischfarbe von R,G, und B erzeugt wird, sondern eigenständig, ist damit eine hochreine Weiss-Darstellung möglich. Dieses System funktioniert auch ohne irgendeine Masseträgheit und bietet daher höchste Genauigkeit bei der Darstellung schneller Bewegungen (Schaltverzögerung 0, 02 Millisekunden). Hinzu kommen eine hohe Farbbrillanz, optimale Schwarz-Darstellung und ein extrem hoher Kontrast. Die Bildqualität bleibt aus jedem Blickwinkel voll erhalten, die Geräte sind extrem schlank, relativ leicht und sie brillieren durch niedrigen Stromverbrauch. 

OLEDs unterliegen einem gewissen Alterungsprozess. Hier sorgt das System WRGB für gleichmässiges Altern aller Subpixel, sodass sich kein Farbstich ergeben kann. Derzeit rechnet man damit, dass bei den neuesten Modellen in einer Betriebsdauer von  30.000 Stunden etwa 50% der Helligkeit verloren gehen. Bei durchschnittlichem Hausgebrauch des Fernsehgerätes von tagtäglich 6 Stunden entspricht das einer Halbwertzeit von etwa 14 Jahren.  

OLED-Bildschirme mit dem System WRGB werden von Fernsehgeräte-Herstellern in Südkorea, in Dhina und in Japan eingesetzt. Im Labor sind bereits flexible OLED-Bildschirme und solche mit einer Dicke von weniger als einem Millimeter vorgeführt worden. Auch durchsichtige Prototypen wunden schon gezeigt, Es darf demnach erwartet werden, dass es eines nicht allzu fernen Tages grossflächige OLED-Tapeten fürs Wohnzimmer geben wird.