Fernsehen

Die bekannten, klassischen Fernsehstationen zögern mit der Einführung von UHD, weil dies mit sehr grossen Investitionen verbunden ist und viele noch nicht einmal den Umstieg in HDTV-Zeitalter geschafft haben. Immerhin gibt es bereits Test- und Demonstrationskanäle. Diese werden in aller Regel via Satellit verbreitet.

UHD über Telefon- und Kabelnetze ist möglich, diese Verbreitungswege werden aber von den Programmanbietern noch nicht energisch vorangetrieben.

Eine grössere Auswahl an UHD-Programmen findet man im Internet. Dort gibt es Streaming-Angebote von Firmen wie Netflix, Amazon Prime Instant Video oder Vimeo. Dies sind meist kostenpflichtige Video-on-Demand Angebote. Für einen Empfang dieser Sendungen in optimaler UHD-Qualität ist ein Internet-Zugang nötig, der jederzeit eine Datenrate von mindestens 25 Mbit/sec. garantiert, zu empfehlen sind 30 Mbit/sec. Sobald die Download-Datenrate schwankt, wird die Bildqualität reduziert. Im alltäglichen Betrieb wird das oft gar nicht bemerkt, bei stärkeren Schwankungen kommt es zu Rucklern, Verpixelung und im Extremfall Bild-Stillstand. Weil längst nicht jeder Internetzugang diesen Forderungen entspricht, verbreiten verschiedene Programmanbieter ihre Videos mit einer reduzierten Datenrate von 15 Mbit/sec. Das sieht gut aus, ist allerdings von der optimalen UHD-Qualität - beispielsweise von einer UHD Blu-ray Disc - deutlich entfernt, die mit einer konstanten Datenrate von 128 Mbit/sec. brilliert.

Eine Besonderheit stellt das Uebertragungsformat Dolby Vision dar. Nicht nur, weil hier Farbtiefen bis zu 12 Bit möglich sind, sondern vor allem, weil hier die gesamte Produktionskette von der Kamera bis zum heimischen Bildschirm nach festgelegten Kriterien überwacht wird. Das Audio-/Video-Signal wird begleitet von Metadaten, die dem wiedergebenden Bildschirm jederzeit mitteilen, wie er sich in diesem Moment hinsichtlich Helligkeit, Kontrast und Farbe zu verhalten hat um den Intentionen des Regisseurs gerecht zu werden. Damit das funktioniert, muss der Bildschirm allerdings mit einem Anschluss HDMI 2.0 a ausgerüstet sein und ausserdem mit einer speziellen Elektronik, die die Metadaten entschlüsselt und die Wiedergabe entsprechend steuert. UHD-taugliche Bildschirme ohne diese Elektronik können nicht nachgerüstet werden. Zu beachten ist auch, dass Dolby für die Benützung dieses Systems Lizenzgebühren verlangt.